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Kariega Game Reserve, Alexandria

Hallo, ich bin Cosmo und ich erzähle Euch jetzt wie aufregend es auf Kariega ist.
Ich bin acht Jahre alt und meine Oma hat unsere Reise für uns alle geplant.
Also meine Schwester Aura, die ist erst drei, naja, fast vier, meine Mama und mein Papa.
Wir haben uns sooo lange auf die Reise gefreut. Über drei Jahre. Eigentlich wollten wir im Mai 2020 reisen, aber dann kam ja Corona.
Weil ich jetzt schon in die Schule gehe, können wir nur in den Ferien fliegen.
In unseren Sommerferien. In Südafrika ist dann Winter. Oh je, habe ich gedacht.
Im Winter nach Südafrika. Die Elefanten schaufeln dann den Schnee weg ☹ und die Affen haben Mützen auf? Nee, nee, das ist hier nicht so.
Denn Winter in Südafrika heißt: es sind gute Temperaturen.
Wir haben bis jetzt immer Glück gehabt und konnten sogar im Meer baden.
Nur einmal hatten wir einen Regentag. Also sagt ruhig Euren Eltern, dass es hier im Winter super ist.
Und außerdem sind wir in einem malariafreien Gebiet unterwegs.
Aber jetzt muss ich Euch unbedingt von den Tieren auf Kariega erzählen.
Für Morgenmuffel sind Safaris nichts. Da muss man schon früh aufstehen.

Noch bevor die Sonne aufgeht, fahren wir mit unseren Ranger los.
Klar im offenen Geländewagen. Unser Ranger heißt Mondee.
Mein Papa hat an Anfang Monday verstanden und hat einen Witz gemacht. Sagt er doch zu ihm, Monday wie Tuesday, ha, ha, ha.
Aber Mondee hat nur freundlich gelächelt und den Irrtum aufgeklärt.


Dick eingepackt sitzen wir im Geländewagen. Mützen haben wir auch auf. Oma hat uns gesagt wir sollen uns im Zwiebellook anziehen. HÄ?
Das bedeutet mehrere Schichten übereinander. Unterhemd, T-Shirt, Sweetshirt und noch eine wetterfeste Jacke. Sobald nämlich die Sonne rauskommt, wird es warm. Dann ziehen wir alles wieder aus. Klasse.
Als erstes wollen wir ja Löwen sehen.


Mondee erklärt uns, dass man die Tiere nicht bestellen kann.
Ist ja auch kein Zoo. Man braucht schon etwas Glück. Unser Glück ist, das wir Mondee haben. Der erkennt an den Spuren im Busch welche Tiere unterwegs sind. Und wenn er Elefantenkacke sieht, weiß er genau wie lange es her ist, dass die Elis hier waren.
Die brauchen am Tag ganz viele Blätter um satt zu werden. Ungefähr 200 kg, Mega. Stellt Euch das mal in Schokolade auf einem Haufen vor.
Das sind 2000 Tafeln, wow.


Wir fahren durch den Busch. Die Sonne blinzelt schon durch die Blätter. Und dann sehen wir etwas ganz Besonderes. Ich habe es als erster entdeckt. Eine Nashorn-Mama mit Ihrem Baby. Schulterklopfen von Mondee. „You are a good spotter.“
Heiß so viel wie ich kann gut entdecken. Das Baby sagt er, ist gerade mal ca. 1-2 Wochen alt und mini, nein nicht wirklich mini, es wiegt schon so ungefähr 50-60 kg. Auch Mondee sieht es zum ersten Mal und freut sich riesig.
Wir fahren weiter. Begegnen Impalas, Wasserböcken und Nyalas. Das sind alles Antilopen.

Zebras sind auch unterwegs und ich mag die Giraffen besonders gern. Ihre langen Hälse schauen über die Bäume hinaus. Sieht lustig aus.
Wir machen eine Pause. Es gibt Kaffee und Kakao und leckere Muffins.
Aufregend mitten im Busch eine Kaffeepause. Man weiß ja nie was so rundherum so passiert, oder?
Jetzt will ich aber weiter. Unbedingt die Löwen finden. Tiere sind echt gut getarnt.
Man kann sie kaum im Busch entdecken und braucht ein gutes Auge dafür.
Mondee meint auf einmal, dass die Löwen in der Nähe sind.
Woher weiß er das?
Und dann tatsächlich: Drei Löwen auf einer großen Ebene. Ihr Fell unterscheidet sich in der Farbe kaum vom Gras.
Es sind Löwinnen. Sie haben keine Mähne wie der männliche Löwe. Ich kann es kaum glauben, wie nahe wir an den Löwen sind. Wir müssen ganz ruhig sitzen bleiben und nicht laut reden. Die Löwen sehen nur das Auto und sind entspannt. Mondee zeigt auf die Bäuche der Löwen und erklärt uns das sie hungrig sind und sicher auf Jagd gehen werden.
Tatsächlich, die drei ziehen los. Nicht zusammen sondern verteilt.
Sie haben eine Herde mit Impalas entdeckt und ein paar Gnus. Das eine Gnu humpelt und ist sicher eine leichte Beute. Die Löwen schleichen sich an.
Ich kann genau sehen wie sie sich hinter kleinen Büschen und im Gras verstecken. Aber die Impalas haben was gemerkt. Aufmerksam beobachten sie die Gegend. Für Löwen ist es schwer eine Impala zu jagen. Die können ganz hoch und weit springen. Wir beobachten eine ganze Weile, ob was passiert, aber es sieht nicht so aus als hätten die Löwen heute Morgen Glück. Sie kommen einfach nicht nahe genug an die Beute heran.

Mondee verspricht uns am Abend noch mal herzukommen und vielleicht tut sich dann was.
Ich weiß, wie das ausgegangen ist. Wollt ihr es auch mal erleben?
Meine Oma plant Euch eine tolle Reise. Versprochen!

2 Responses

  1. Lieber Cosmo, liebe Petra
    Ich habe den Bericht mit einem breiten Schmunzeln gelesen, kann wir alles bildlich vorstellen und freue mich für euch, dass ihr so schöne Erlebnisse hattet.
    Liebe Grüße von den Afrikabegeisterten
    Inge u. Karl Heinz 🐘🐘🐘

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